6 Min. LesezeitAktualisiert: 6. Juli 2026

Höhe des Krankengeldes 2026: Wie viel Geld steht Ihnen zu?

Wenn die Gesundheit streikt und die Lohnfortzahlung nach sechs Wochen endet, droht vielen Beschäftigten ein spürbarer Einschnitt im Geldbeutel. Das Einkommen aus der gesetzlichen Krankenkasse ist nicht so hoch wie dein normales Monatsgehalt, da der Staat hiermit lediglich eine Basissicherung gewährleisten möchte. Entgegen aller politischen Kürzungsdebatten bleibt die Krankengeld Höhe auch im Jahr 2026 glücklicherweise unangetastet bei den bekannten Prozentsätzen. Dieser Ratgeber erklärt dir die komplexe Vergleichsrechnung, wie Einmalzahlungen berücksichtigt werden und warum du am Ende spürbar weniger ausgezahlt bekommst, als der erste Blick auf den Bewilligungsbescheid vielleicht vermuten lässt.

Krankengeld Höhe berechnen: Die 70-Prozent-Regel

Die gesetzliche Berechnungsgrundlage ist in Deutschland strikt im Sozialgesetzbuch geregelt und lässt den Krankenkassen keinen individuellen Spielraum. Die Sachbearbeiter führen eine spezielle Vergleichsrechnung durch, bei der zwei unterschiedliche Werte ermittelt werden. Der erste Wert sind exakt 70 Prozent deines regelmäßigen Bruttoeinkommens. Der zweite Wert beläuft sich auf exakt 90 Prozent deines regelmäßigen Nettoeinkommens.

Nachdem beide Werte berechnet wurden, vergleicht die Kasse diese miteinander und zahlt dir grundsätzlich den niedrigeren der beiden Werte aus. Ein kleiner Lichtblick: Einmalzahlungen wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld, die du in den letzten zwölf Monaten vor deiner Erkrankung erhalten hast, werden bei der Berechnung deines durchschnittlichen Einkommens vorteilhaft berücksichtigt und können deinen täglichen Auszahlungsbetrag leicht erhöhen.

Abzug der Sozialversicherungsbeiträge

Der Betrag, den die Krankenkasse nach der strengen 70-Prozent-Regel ermittelt, ist jedoch noch nicht dein endgültiger Überweisungsbetrag. Auch wenn du wochenlang krank im Bett liegst, laufen deine sozialen Pflichten in Deutschland weiter. Von dem ursprünglich ermittelten Bruttobetrag zieht die Kasse noch deine hälftigen Beiträge zur Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung ab.

Lediglich deine Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung entfallen während des gesamten Krankengeldbezugs komplett, wobei du natürlich dennoch vollwertig krankenversichert bleibst. Nach Abzug all dieser Sozialbeiträge landet in der Regel ein Nettobetrag auf deinem Konto, der erfahrungsgemäß etwa 75 bis 80 Prozent deines normalen Nettoeinkommens entspricht.

Was tun, wenn das Geld nicht reicht?

Da dir durch diese Kürzungen effektiv bis zu einem Viertel deines normalen Gehalts fehlt, kann es bei laufenden Autokrediten, Unterhaltszahlungen oder hohen Mieten sehr schnell finanziell eng werden. Wenn dein Lohnersatz tatsächlich so extrem niedrig ausfällt, dass dein Existenzminimum gefährdet ist, hast du das gesetzliche Recht, beim zuständigen Jobcenter zusätzlich Bürgergeld aufstockend zu beantragen, um deine Wohnkosten zu sichern.

Zudem solltest du für die Zukunft darüber nachdenken, ob sich eine private Vorsorge lohnt. Viele private Versicherungen bieten sogenannte Krankentagegeld-Zusatzversicherungen für relativ kleine Monatsbeiträge an, mit denen du diese schmerzhafte finanzielle Lücke im Vorfeld privat und steuerfrei schließen kannst.

Häufige Fragen (FAQ)

Nein. Obwohl in der Politik über eine Kürzung auf 65 Prozent debattiert wurde, blieb diese im finalen Gesetz aus. Der Lohnersatz liegt weiterhin bei 70 Prozent des Bruttoeinkommens.

Die Leistung selbst ist steuerfrei. Sie unterliegt jedoch dem sogenannten Progressionsvorbehalt, was bedeutet, dass sie den Steuersatz für Ihre restlichen Einkünfte erhöhen kann.

Ja, der Gesetzgeber hat eine absolute Obergrenze eingezogen. Aufgrund der Beitragsbemessungsgrenze liegt der maximale Auszahlungsbetrag im Jahr 2026 bei rund 120 Euro netto pro Tag.

Offizielle Informationen

Details zur Berechnungsformel liefert das zuständige Ministerium: Bundesministerium für Gesundheit

Diese Informationen ersetzen keine Rechtsberatung. Alle Angaben ohne Gewähr.

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Offizielle Informationen

Für verbindliche Auskünfte besuche die offizielle Seite:

Zur offiziellen Seite (Bundesministerium für Gesundheit)

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Diese Informationen ersetzen keine Rechtsberatung. Alle Angaben ohne Gewähr. Stand: 6. Juli 2026. Für verbindliche Auskünfte wenden Sie sich an die zuständige Behörde.